facebook-715811_960_720

3 gute Gründe, wieso du alle Facebook-Neuigkeiten ausschalten solltest

Vor einigen Monaten musste ich realisieren, dass mich Facebook durch das Anzeigen trivialer Informationen immens ablenkt und ich somit Gefahr laufe meine Zeit aus dem Fenster zu werfen.

Daher habe ich mich für einen drastischen Schritt entschieden: Ich habe alle meine Neuigkeiten deaktiviert, die mir angezeigt wurden, wenn ich Facebook aufrufe.

Und mit „alle“ Neuigkeiten meine ich auch alle. Dabei blieb nichts verschont: Benachrichtigungen von Seiten, Gruppen, Freunden – ja sogar von meinen engsten Freunden. Ohne Ausnahme verbannte ich sämtliche Informationen aus meinem Blickfeld.

Wieso zur Hölle tue ich mir das? Nun ja, Facebook ist zum großen Teil eine Plattform, auf der Informationen verbreitet werden. Aber genau das ist für mich nicht unbedingt besonders von Vorteil.

Auf Facebook kommen Unmengen Informationen auf dich zu die vollkommen irrelevant für dich sind und dir keinen Nutzen bringen. Und diese können dir schaden. Im Grunde weißt du das selbst ganz genau. Wer Facebook zu Marketing-Zwecken nutzt, der muss die Plattform nicht zwangsläufig nutzen wie die Masse.

Facebook Nachrichten sind oftmals irrelevant für unsere Ziele. Man kann in gewisser Weise süchtig nach diesem Verhalten werden. Wieso also nicht mit einem kalten Entzug dieses Suchtverhalten bekämpfen? Ich habe es nicht bereut diese radikale Methode zu nutzen.

Im Folgenden werde ich dir die Motive verraten, die mich dazu bewegt haben alle meine Neuigkeiten auf Facebook abzuschalten. Vielleicht kannst du dich mit den Gründen identifizieren und probierst es auch aus.

Grund Nummer 1: Du sparst Zeit

Du kannst dir sicher denken, dass du mit dieser Methode einiges an Zeit sparst. Und glaube mir, das wirst du gewaltig! Du hast dich sicher schon einmal dabei erwischt wie du stundenlang durchs Netz gesurft bist und eine leere Information nach der anderen aufgenommen hast.

Facebook kann hier als Sammelplatz gesehen werden für eben diese Informationen. Jedes mal wenn du Facebook besuchst, dann läufst du Gefahr Zeit mit diesen Informationen zu verschwenden. Du investierst deine Zeit nicht dort wo sie gebraucht wird, sondern bei den Memes, Zitaten, Inhalten von Freunden und Gruppenmeldungen.

Jede dieser kleinen Informationen ist an für sich nicht das Problem, jedoch tritt dabei etwas auf, was ich gerne als den „Snack-Effekt“ bezeichnen. Was meine ich damit? Wenn du einen Snack essen willst – sagen wir Mandeln – dann hörst du nach dem Genuss von einer Mandel nicht auf. Und selten hörst du auch nach einer Hand voll Mandeln nicht auf. Noch eine… und noch eine… Du nimmst immer mehr in dich auf als du es eigentlich wolltest und es dir gut tut.

Das selbe Problem ergibt sich bei den kleinen trivialen Informationen im Internet. Nach einer Info hörst du nicht auf und konsumierst so lange bis die Tüte voller Mandeln leer ist und dein schlechtes Gewissen einsetzt.

Die Neuigkeiten bei Facebook können ja auch so verdammt schmackhaft sein! Die Personen hinter den angezeigten Inhalten geben sich viele mühe deine Aufmerksamkeit zu gewinnen und gestalten die Neuigkeiten so interessant wie möglich. Bei jeder trivialen Information läufst du Gefahr eine Kettenreaktion in Gang zu setzen: Eine kleine Info bringt dich dazu dir mehr zu dem Thema anzuschauen, was dich auf eine andere Idee bringt und du deswegen schnell man auf Youtube nach eine Video suchst… und dort warten dann noch weitere interessante Vorschläge auf dich um deine Zeit zu verplempern.

Solange deine Benachrichtigungen an sind, setzt du dich dauerhaft der Versuchung aus in solche Fallen zu tappen. Oder anders ausgedrückt: Du versinkst immer tiefer im Morast. Deaktivierst du deinen kompletten Newsstream ist diese Gefahr gebannt. Aus den Augen aus dem Sinn, stimmt’s?

Die Zeitersparnis, die sich dadurch ergibt ist beträchtlich. Die gewonnene Zeit steht dir dann für wichtigere Unternehmungen zur Verfügung.

Grund Nummer 2: Du setzt dich weniger negativen Quellen aus

Facebook kann eine Quelle der Unzufriedenheit darstellen. Damit meine ich insbesondere drei Dinge: Negative Neuigkeiten, Hass und Neid. Auf Facebook werden viele Dinge veröffentlicht, die dich herunterziehen können. Ich persönlich habe schon vor einiger Zeit die Entscheidung getroffen mich so wenig negativen Gedanken wie möglich auszusetzen. Dies gilt zum einen für meinen inneren Monolog als auch für externe Informationen, sowohl in meinem direkten Umfeld als auch in den Nachrichten und im Internet.

Die Gründe dafür gehen zu sehr ins Detail. Kurzum kann aber gesagt werden: Durch die Eliminierung von negativen Quellen hat man weniger Last mit sich zu tragen.

Auf Facebook setzt du dich diesen negativen Quellen auch aus, und das sogar, wenn du nicht einmal die entsprechenden Seiten geliked hast. Es gibt viel Leid auf der Welt. Man sollte das nicht ignorieren, doch wer will schon überschwemmt werden mit traurigen Bildern und Nachrichten?

Mit dem de-abonnieren der Seiten ist es nicht getan. Vergiss nicht: Facebook zeigt dir die Dinge, die deine Freunde liken, teilen oder kommentieren.

Es passiert also Recht schnell, dass du auf eine Information stößt, die auf deine Stimmung drückt. Ein anderes Problem ergibt sich durch die Tatsache, dass auf Facebook gerne „gehatet“ wird und sich gegenseitig angefeindet wird.

Hierzu zählt auch, dass sich bestimmte Personen gerne beschweren wollen. Für sie ist das Glas immer halbleer. Manche Leute fühlen sich von bestimmten Dingen direkt betroffen und verletzt, auch wenn sie keine Verbindung dazu haben. Sie suchen Konfrontation dort, wo sie nicht benötigt wird. In diesem Artikel erfährst du mehr über Personen, die dir schaden…

Doch nicht nur negative Neuigkeiten und Hass können uns auf Facebook begegnen.

Es gibt auch Neuigkeiten, die negative Gefühle in der wecken können wie Minderwertigkeit oder – und wenn wir so weit gehen wollen – Neid.

Wenn wir sehen, dass unser Bekannter gerade in Kalifornien ist während wir im verregneten Deutschland abhängen müssen, dann kann das schon ziemlich deprimierend für uns sein, auch wenn wir uns für die andere Person freuen.

Wir bekommen durch Neuigkeiten alles mögliche angezeigt: Sportwagen, Reisen und eine glückliche Beziehung. Das Problem ist: Wenn du diese Dinge nicht selbst hast, dann fühlst du dich schlecht. Der Vergleich ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Es fällt schwer Vergleiche nicht zu tun, wenn du bei Facebook bist.

Bestimmte Neuigkeiten können bewirken, dass du annimmst, dass das Leben nicht fair sei. Schaltest du deine Benachrichtigungen aus verbannst du die negativen Quellen ein großes Stück weit aus deinem Leben und sie belasten dich weniger.

Falls du dich fragst, wieso das Umgehen von negativen Quellen hier eine Erwähnung findet: Wenn es um Produktivität geht, dann sollte man nicht nur Themen wie Zeitmanagement betrachten, sondern auch emotionale Aspekte, da diese einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Handeln haben.

Grund Nummer 3: Du nimmst viel weniger irrelevante Infos auf

Okay, die Liste von Informationen bei Facebook, welche nicht von Belang für dich sind, könnte sehr lang werden. Wie vorhin schon kurz angeschnitten schadet dir diese Masse von trivialen Informationen bei Facebook immens. Nahezu alle Neuigkeiten, die dir bei Facebook angezeigt werden, betreffen dich nicht direkt wie beispielsweise Bilder der Freunde deiner Freunde, die du selbst nicht kennst.

Wieso solltest du dir so etwas anschauen? Du bekommst eine Vielzahl von unterschiedlichen Neuigkeiten angezeigt wie Bilder, Videos und Texte, die um deine Aufmerksamkeit buhlen. Es kann schwer sein nicht in Versuchung zu kommen.

Bedenke, dass dir jede einzelne Information schaden kann, wenn es um deine Produktivität geht.

Vor allem gilt dies, wenn du eigentlich noch etwas wichtiges an diesem Tag zu tun hast und dann „nur mal eben“ bei Facebook gehst. Dann verlierst du nicht nur Zeit, sondern schadest auch einer Konzentrationsfähigkeit und deinem Antrieb. Dein Fokus geht verloren.

Wenn du nach einer halben Stunde trivialer Informationen wieder an deine Arbeit gehst, dann kann es dir schwer fallen diese mit vollem Einsatz fertigzustellen, weil ein Teil deiner Gedanken noch die irrelevanten Informationen verarbeiten.

Falls du dich entschließen solltest alle Neuigkeiten bei Facebook zu eliminieren, dann wirst du diese Falle – zumindest bei Facebook – automatisch umgehen. Wenn du dich also schnell einloggst um jemanden eine Nachricht zu schreiben, dann kann deine Aufmerksamkeit nicht abgelenkt werden, da keine Neuigkeiten zur Verfügung stehen, die dich behindern könnten.

Wenn du dich ablenken lassen willst, dann muss die Initiative schon von dir ausgehen. Wenn du dann irgendetwas erfahren willst musst du bewusst die entsprechende Facebook-Seite aufrufen.

Du suchst dir die Informationen gezielt aus anstatt dass sie dich aussuchen.

Generell solltest du die Aufnahmen von Informationen auf eine Zeit verschieben an den du es dir leisten kannst unproduktiv zu sein. Bei Facebook kannst du auch mit Listen arbeiten die du zusammenstellst. Mit einem Klick bist du dann auch einem angepassten Newsstream, der dir auch „relevante irrelevante“ Informationen vermittelt.

Hier erfährst du mehr über das Thema Informationsflut…

Grund Nummer 4 (Bonus): Du verpasst nicht wirklich etwas

Meine Neuigkeiten-Abstinenz hat mir noch keine Schwierigkeiten bereitet. Ich habe auch nichts nennenswertes dadurch verpasst. Wenn etwas wichtig ist, dann wirst du es auch ohne die Benachrichtigungen bei Facebook erfahren.

Du bist vielleicht nicht der erste, der von der Verlobung eines Freundes erfährt, aber was macht das schon?

Man beginnt zu merken, dass man auch ohne bestimmte Quellen gut durchs Leben kommt.

Fast alle Benachrichtigungen sind irrelevant für dich und rauben dir nur deine Aufmerksamkeit, Konfrontationsfähigkeit und Zeit.

Fazit

Du siehst also, dass es ganz entscheidende Vorteile für dich haben kann deine Benachrichtigungen bei Facebook auszuschalten. Mein Experiment hat mir Freiheit verschafft im Denken und bei meiner Zeitgestaltung, weswegen ich auch weiterhin alle Benachrichtigungen ausgeschaltet lasse und stattdessen mit Listen arbeite, die mich auf dem laufenden halten.

Wenn ich also Interesse daran habe, dann werde ich einen entsprechenden Blick auf die entsprechenden Listen oder Facebook-Seiten. Auf einer habe ich meine engsten Freunde gespeichert.

Ganz will ich jedoch nicht auf Facebook verzichten, da man sich dadurch einfach mit anderen vernetzen kann und mit seinen Freunden leicht in Kontakt bleibt. Und das geht auch gut ohne Benachrichtigungen.

Du kannst auch Facebook so nutzen, dass du nur Karriere-bezogene Benachrichtigungen siehst. An dieser Stelle könntest du also auch der Facebook-Seite von ProjektNeo.com folgen.

Ach ja, und ganz nebenbei: Ich habe auch meine Chateinstellungen angepasst.

Für die meisten Leute werde ich als nicht online angezeigt und sie werden mir auch nicht angezeigt, falls sie online sind. Nur ein kleiner Kreis von Leuten habe ich auf „als online anzeigen“ gestellt.

Somit werde ich weniger grundlos angeschrieben (die Leute schreiben mir wenn dann mit einer konkreten Absicht) und ich selbst komme auch nicht in Versuchung sie aus einem „Reflex“ heraus anzuschreiben und mich darin zu verlieren. Vielleicht wäre das auch eine Option für dich.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Artikel helfen. Alles Gute.

– Philipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *